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Berufliche Veränderung: Wertvolle Tipps für alle, die den nächsten Schritt im Job wagen möchten

Aktualisiert: 28. Feb. 2022

Stress, Überarbeitung, geringe Bezahlung — die Gründe für den Wunsch nach beruflicher Veränderung sind vielfältig. Auch Unterforderung und fehlende Sinnstiftung (Stichwort: Bullshit-Jobs) können zu Unzufriedenheit im Job führen. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist und tendenziell große Veränderung scheut, harren wir vielfach im ungeliebten Beruf aus. Dass wir dabei immer unglücklicher werden, liegt auf der Hand. Doch das muss nicht sein! Mit der richtigen Planung gelingt die Umorientierung im Job ganz bestimmt. Als erfahrener Coach für berufliche Neuorientierung weiß ich, worauf es ankommt. In meinem neuen Blogartikel lesen Sie, wie Sie Ihren Jobwechsel optimal angehen und worauf Sie dabei unbedingt achten müssen.


Neuorientierung im Beruf: Welche Arten gibt es?

Grundlegend gibt es verschiedene Formen der beruflichen Neuorientierung. Tragweite und damit verbundene Barrieren hängen in hohem Maße davon ab, wie sich die berufliche Veränderung im Detail gestaltet. Ist die Entscheidung für eine Umorientierung im Beruf gefallen, ist damit in der Regel einer der folgenden Wünsche verbunden:

  • Wechsel des Arbeitgebers

  • Wechsel der Branche

  • radikaler Neustart

  • Anpassung der Modalitäten

Wird ein Wechsel des Arbeitgebers angestrebt, ist der Grund für die Unzufriedenheit beziehungsweise das Verlangen nach beruflicher Veränderung eng mit der aktuellen Arbeitsstätte verknüpft. Der Grad der Veränderung ist in diesem Fall am schwächsten ausgeprägt. Während der Arbeitnehmer mit seinem eigentlichen Job zufrieden ist, gibt es Dinge, die ihn am Arbeitgeber stören. Dies können etwa zu hoher Leistungsdruck oder schlechte Bezahlung sein. Objektiv betrachtet ist die Lösung des Problems einfach: Die Firma wird gewechselt, während der Job beim neuen Arbeitgeber dem alten weitgehend gleicht.


Der Wunsch eines Wechsels der Branche wird meist sowohl von intrinsischen als auch extrinsischen Faktoren bestimmt. Gründe können etwa aufkommende moralische Bedenken (bspw. als Controller in der Rüstungsindustrie) oder schlechte berufliche Perspektiven innerhalb der Branche sein. Kann in der nahen Zukunft etwa mit einem branchenweiten wirtschaftlichen Abschwung gerechnet werden, ist es klug, sich bereits im Vorfeld mit einem Branchenwechsel auseinanderzusetzen. Auch in diesem Szenario gibt es für gewöhnlich große Ähnlichkeiten zwischen dem neuen und alten Job.


Mit der beruflichen Veränderung kann aber auch ein radikaler Neustart einhergehen. Treibt Sie der Wunsch nach neuen Herausforderungen oder einem Tapetenwechsel um, ist die Entscheidung für eine umfassende Umorientierung der Weg zu mehr Zufriedenheit im Beruf. Der Einstieg in einen völlig neuen Job kann etwa durch Umschulungen oder Weiterbildungen gelingen. Die Hürden sind hier jedoch viel größer als beim Wechsel des Arbeitgebers oder der Branche.


Eine verhältnismäßig sanfte Form der beruflichen Veränderung ist die Anpassung der Modalitäten wie etwa der Arbeitszeit oder -organisation. Diese Form der Veränderung ist beispielsweise für Sie geeignet, wenn Sie mit Job, Arbeitgeber und Branche zufrieden sind, aber etwas kürzertreten oder von zu Hause aus im Homeoffice arbeiten möchten.


Wann wird es Zeit den Job zu wechseln? Gründe, um sich beruflich neu zu orientieren

Ein Berufswechsel ist ein großer Schritt, der die Weichen für die Zukunft neu stellt. Aus diesem Grund sollten Sie es sich wohl überlegen, ob sie den Wunsch nach einer beruflichen Neuorientierung wirklich konsequent umsetzen möchten, oder ob es sich um eine allgemeine Unzufriedenheit handelt, die auch wieder vorbeigehen wird. Sie sollten sich also vorab Gedanken machen, ob Sie die Kündigung tatsächlich einreichen möchten. Triftige Gründe für eine berufliche Veränderung können unter anderem folgende sein:

  • Unzufriedenheit mit dem Arbeitsalltag: Fühlen Sie sich durch Ihren Beruf über- oder unterfordert, führt dies in der Regel über kurz oder lang zu Unzufriedenheit und dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung. Hier sollten Sie sich die Frage stellen, ob die Bedingungen nur kurzfristig oder von Dauer sind.

  • Gesundheitsprobleme: Sind Sie so unzufrieden, dass Ihre psychische, körperliche und/oder emotionale Gesundheit darunter leidet? Permanenter Stress und massiver Leistungsdruck können krank machen! In so einem Fall müssen Sie unbedingt früh genug die Reißleine ziehen und eine berufliche Veränderung einleiten.

  • Mangelhafte Führungsqualität: Treffen Firmenleitung oder direkte Vorgesetzte Fehlentscheidung um Fehlentscheidung, wirkt sich dies unweigerlich negativ auf die Arbeitsmoral aus. Fehlende Wertschätzung oder die Bevorzugung anderer Arbeitskräfte sind ebenso Zeichen für einen schlechten Führungsstil. Auch diesbezüglich sollten Sie unbedingt abwägen, ob die Gründe für Ihre Unzufriedenheit voraussichtlich von Dauer sein werden oder nicht. Gegebenenfalls steht wegen der genannten Gründe ein Führungswechsel unmittelbar bevor.

  • Mangelnde Karriereperspektiven: Schlechte Bezahlung im Vergleich zu anderen Arbeitgebern in der Branche oder fehlende Aufstiegschancen sorgen ab einem gewissen Punkt dafür, dass Arbeitnehmer unzufrieden werden. Haben Sie das Gefühl, diesbezüglich das Ende der Fahnenstange erreicht zu haben, ist eine berufliche Veränderung unter Umständen der richtige Schritt. Ein branchenweiter Abschwung und damit verbundene Auswirkungen auf Ihre Karriere können ebenso Motivatoren für einen Berufswechsel sein.

  • Abweichende Wertevorstellungen: Eine berufliche Neuorientierung wird häufig in Erwägung gezogen, wenn sich die Wertevorstellungen des Arbeitnehmers zu sehr von denen des Arbeitgebers entfernen. Verändert sich der Firmenkurs beispielsweise dahingehend, dass eine Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste durchgesetzt wird, reift in vielen Arbeitnehmern die Entscheidung, die Firma zu verlassen. Schlechte Arbeitsbedingungen für einen selbst, direkte Kollegen oder in Partnerbetrieben werden hier ebenfalls häufig als Gründe genannt.

Welche Gründe sprechen gegen eine berufliche Neuorientierung?

Ein Jobwechsel will gut überlegt sein! Ob tatsächlich plausible Gründe vorliegen oder nicht, liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Dennoch gibt es eindeutige Szenarien, bei denen ich Ihnen vor einer beruflichen Veränderung (zunächst) abraten würde:

  • Konstruktive Kritik: Werden Sie von Ihrem Vorgesetzten kritisiert, weil Sie einen kapitalen Fehler begangen haben, ist dies oftmals mit Scham und Frust behaftet. Sie sollten jedoch nicht gleich das Handtuch werfen. Reflektieren Sie stattdessen, wie es zu diesem Fehler kommen konnte und wie Sie sich in beruflicher Hinsicht “rehabilitieren” können. Wird die Kritik allerdings wiederholt destruktiv geäußert oder ist gar haltlos, gilt es die Situation noch einmal aufs Neue zu bewerten.

  • Negative Phase: Liegt es womöglich gar nicht am Arbeitgeber oder Job, dass Sie unzufrieden sind? Würde es Ihnen in einem anderen beruflichen Umfeld unter Umständen ähnlich gehen? Jeder hat mal Phasen, in denen die Motivation im Keller ist, doch diese gehen vorbei. Sie sollten nicht voreilig die Flinte ins Korn werfen und die Kündigung einreichen. Eine berufliche Veränderung ist in der Regel erstmal nicht nötig.

  • Persönliche Differenzen: Haben Sie Probleme mit Kollegen oder Vorgesetzten, sollten Sie auf jeden Fall zunächst ein klärendes Gespräch suchen. So lassen sich häufig zwischenmenschliche Ungereimtheiten aus der Welt schaffen und die Arbeitsatmosphäre merklich verbessern. Gleichermaßen ist es nicht ratsam, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Lösen sich die Probleme gegebenenfalls in naher Zukunft von selbst? Ist die Zusammenarbeit nur temporär, sodass man nach dem Abschluss des Projekts deutlich weniger Berührungspunkte miteinander haben wird? Diese Fragen sollten Sie auf jeden Fall in Ihre Bewertung der Situation einfließen lassen.

Neuorientierung im Job: Wie werde ich mit mentalen Barrieren fertig?

Oftmals sind es mentale Hürden, die einem beim Wunsch nach beruflicher Veränderung im Wege stehen. Diese müssen neben praktischen und organisatorischen Problemen überwunden werden, um einschlägige Veränderungen wie den Wechsel des Berufs zu meistern. Folgende mentale Blockaden müssen gelöst werden, damit der Schritt der beruflichen Veränderung konsequent bis zum Ende gegangen werden kann:

  • Ein Berufswechsel wird häufig mit folgender Begründung gescheut: Die Kündigung des Jobs und die damit einhergehende berufliche Neuorientierung bedeuten Selbstaufgabe. Natürlich ist der Beruf ein wichtiger Bestandteil des Lebens, der einen erheblichen Teil des Alltags einnimmt und sowohl Selbstbild als auch Selbstwert prägt. Viele Menschen haben Angst, sich von diesem Teil ihrer Persönlichkeit zu lösen. Sind Sie jedoch beruflich unzufrieden, sollten Sie sich nicht ausgerechnet an das klammern, was Sie unglücklich macht.

  • Besonders wenn die berufliche Neuorientierung mit einem großen Risiko verbunden ist, machen sich Arbeitnehmer Sorgen um ihre Sicherheit. Um tatsächliche volle Zufriedenheit im Beruf zu erreichen, ist es unter Umständen allerdings notwendig, einen sicheren Job aufzugeben — vor allem wenn Sie dieser unglücklich macht. Begreifen Sie das Wagnis vielmehr als vielversprechende Chance, an anderer Stelle Glück und Erfüllung zu finden.

  • Neben der eigenen Unsicherheit und Angst vor der beruflichen Veränderung haben viele Menschen Angst, im privaten Umfeld in Erklärungsnot zu geraten. “Warum willst du denn diesen gutbezahlten Job aufgeben?”; “An deiner Stelle würde ich mir das nochmal überlegen!” Am Ende des Tages schulden Sie nur sich selbst und Ihrer Familie Rechenschaft. Tun Sie daher nur, was Sie für sich selbst für richtig halten!

Um mit solchen mentalen Barrieren fertig zu werden, ist es ratsam, mit einem Coach zusammenzuarbeiten, der Ihnen mit seiner Expertise und Erfahrung Orientierung gibt und Sie bei diesem großen Schritt unterstützt. Haben Sie Interesse an einem Coaching für berufliche Neuorientierung bin ich gerne für Sie da. Treten Sie noch heute mit mir in Kontakt!


Praktische Tipps: So realisieren Sie Ihren Plan zur Umorientierung im Job

Grundlegend gilt: Jeder Arbeitnehmer (und die Situation, in der er sich befindet) ist absolut einzigartig. Daher gibt es keine Blaupause für das perfekte Vorgehen, um eine berufliche Veränderung optimal in die Wege zu leiten. Allerdings lassen sich folgende Schritte formulieren, die in der Regel immer identisch sind:

  1. Definieren Sie Ihre berufliche Ausgangsposition.

  2. Bestimmen Sie die Gründe für das Verlangen nach beruflicher Neuorientierung.

  3. Legen Sie fest, welche beruflichen Ziele Sie verfolgen.

  4. Benennen Sie, wie Sie diese Ziele umsetzen können.

  5. Setzen Sie den Plan der Neuorientierung in die Tat um.

Des Weiteren sollten Sie Ihren Berufswechsel gut vorbereitet und zielgerichtet angehen. Haben Sie sich final zur Neuorientierung entschieden, legen ich Ihnen folgende Tipps ans Herz:

  • Geben Sie sich genug Zeit und beziehen Sie Ihren Partner (und ggf. Ihre Kinder) in die Entscheidung mit ein. Was ist für Ihre Familie am besten? Konsultieren Sie bei Bedarf außerdem einen Personalberater oder Coach, der Sie bei relevanten Fragestellungen der beruflichen Veränderung zusätzlich unterstützt.

  • Überlegen Sie, was Sie wollen. Welchen Job möchten Sie ausüben? In welchem Arbeitsumfeld möchten Sie tätig sein? Welche Bezahlung schwebt Ihnen vor? Nur wer seine Ziele klar definiert, kann diese auch erreichen! Fangen Sie frühzeitig mit der Planung an.

  • Informieren Sie sich im nächsten Schritt umfassend über das angestrebte berufliche Umfeld. Sammeln Sie sämtliche Informationen wie Voraussetzungen oder Anforderungen, die für Ihren Karrierewechsel eine Rolle spielen. Nehmen Sie ggf. Fort- und Weiterbildung oder Umschulungen in Anspruch, um ideal auf den neuen Job und die berufliche Veränderung vorbereitet zu sein.

  • Knüpfen Sie Kontakte — analog und digital. Wer kann Ihnen beim Erreichen der neuen Ziele behilflich sein? Kennen Sie jemanden in der angestrebten Branche oder Firma? Welche Business-Netzwerke sind relevant? Schaffen Sie eine berufliche Identität im digitalen Raum und beginnen Sie mit dem Netzwerken.

  • Bleiben Sie in Bezug auf Ihre Erwartungen und Hoffnungen realistisch. Es wird vermutlich einige Zeit ins Land streichen, bis die berufliche Veränderung wirklich greift und Sie Ihre Ziele umgesetzt haben. Die berufliche Neuorientierung ist ein Umbruch, der Zeit benötigt.

  • Treten Sie souverän auf und zeigen Sie, dass der Karrierewechsel eine bewusste Entscheidung für eine Neuaufstellung ist. Sie müssen sich für den Kurswechsel nicht entschuldigen! Vielmehr sind Sie hochmotiviert und wissen genau was Sie wollen. Ein nicht unerheblicher Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

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